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    Bambus


    Winterharter Bambus Fargesia

    Bei dem Bambus Fargesia handelt es sich um den sogenannten Schirmbambus. Dieser gehört zu den Ziergräsern und hat eine braune Blütenfarbe. Die Blüten wachsen als Ähren und die länglichen Blätter haben eine grüne Färbung. Diese Bambusart ist eine immergrüne Pflanze mit flachen Wurzeln.

    Herkunft und Geschichte vom Schirmbambus 

    Winterharter Bambus wird der Familie der Poacea zugeordnet. Hierbei handelt es sich um Süßgräser. Insgesamt gibt es etwa 1.500 verschiedene Arten. Der Ursprung der Pflanze wird in China vermutet. Weltweit findet man den Bambus aber in einem Verbreitungsgebiet von über 40 Mio. Hektar auf allen Kontinenten außer Europa. Erstmals verwendet in Europa wurde er 1995. Dabei wurde er aus Westchina importiert, wo er vornehmlich in den Bergregionen wächst. Aber auch in Laub- und Nadelwäldern ist er zu finden.

    Eigenschaften & Bedeutung von Bambus

    Eine besondere Bedeutung wird dem Bambus schon seit Urzeiten in Asien beigemessen. Winterharter Bambus gilt dort als wichtiger Rohstoff und Lebensgrundlage für einen Großteil der Bevölkerung. Die Bambussprossen beispielsweise werden in der asiatischen Küche verwendet und dort als Lebensmittel genutzt. Weitere Verwendungsarten sind aber auch die Nutzung als Bau- oder Brennstoff. Hier kann er zu Holzkohle oder Pellets verarbeitet werden. Bambus ist darüber hinaus aber auch ein sehr hartes und stabiles Gewächs, so dass es auch in der Produktion von Holzplatten eingesetzt werden kann. Verbaut wird es zudem in Erdbebenregionen. Hier übernimmt er eine Stützfunktion. Im Haushalt wird Bambus für die Herstellung von Körben oder Matten genutzt. Auch die Bögen der Samurai werden aus Bambus gefertigt, ebenso wie diverse Musikinstrumente.

    Aufgrund seiner immergrünen Blätter ist der Bambus aber auch ein Symbol für Stärke, Reichtum und ein langes Leben. Der aufrechte Wuchs steht daneben für Bescheidenheit und Erleuchtung. Auf den Philippinen gilt der Bambus sogar als Glücksbringer. Darüber hinaus ist er sehr pflegeleicht und dekorativ, sodass er auch in Europa Einzug in viele Haushalte gefunden hat.

    Arten von Bambus Fargesia

    Die Gattung Bambus Fargesia umfasst etwa 80 verschiedene Arten. Diese erreichen zum Teil Wuchshöhen von bis zu 6 Metern. So gibt es beispielsweise die Art „Chines Wonder“. Hierbei handelt es sich um einen Roten Bambus mit intensivroten Blättern. Weiter bekannte Arten sind der Muriel-Bambus, welcher besonders schnell wächst und vergleichsweise anspruchslos bei der Wahl des Bodens ist sowie den Fargesia nitida, einen dunkelgrünen Schirmbambus, welcher sich sehr gut als Teichbepflanzung macht und eine Höhe von ca. 3 Metern erreicht.

    Wichtige Tipps & Hinweise zum Bambus

    Bevorzugter Boden

    Wer sich für Bambus entscheidet, der kann den robusten Bambus ganz einfach online kaufen. Der Gartenbambus ist eine Pflanze, die es vor allem sonnig bis halbschattig mag. Die Bodenbeschaffenheit sollte eher sandig sein mit einer frischen bis feuchten Bodenfeuchte. Der ph-Wert muss neutral sein. Kalkige Böden sind im Übrigen unschädlich. Allerdings sollte der Boden über einen ausreichenden Nährstoffgehalt verfügen und reich an Humus sein. Die Pflanze ist immergrün und winterhart, sodass man sich ganzjährig an seiner grünen Blattpracht erfreuen kann.

    Besonderheiten bei der Bambusart Fargesia

    Das Besondere an Bambus ist, dass er immergrün ist. Gartenbambus muss zudem auch nicht beschnitten werden. Allerdings kann man abgestorbene Blätter im Frühjahr entfernen. Bambus kann zudem in die gewünschte Form geschnitten werden, so dass man eine ebenmäßige Hecke erhält. Pflanzenteile können problemlos weggeschnitten werden. Kappt man den Bambus an der Seite oder oben auf, dann wächst er dort nicht weiter. Es entstehen hingegen neue Triebe, die von unten heraus wachsen. Dies führt zu einer Verdichtung des Wuchses. Es ist insofern nicht nötig, eine Rhizonsperre einzusetzen, um eine Ausbreitung in die Weite zu verhindern. Schirmbambus stirbt nach der Blüte ab. Allerdings ist diese nur alle 80-100 Jahre zu erwarten.

    Bambus richtig pflanzen

    Der Gartenbambus kann einzeln gepflanzt werden, als geschnittene Hecke oder auch freiwachsende Hecke, als Gruppenbepflanzung oder auch in einem Pflanzgefäß. Besonders gut eignet sich der Bambus auch als Sicht- oder Windschutz. Auch bei der Art des Gartens ist man wenig eingeschränkt. So wirkt der Bambus in einem Dachgarten, einem Japangarten oder Steingarten genauso wie in einem formalen Garten oder einem Topfgarten. Die Wuchsrichtung des Bambus Fargesia Rufa ist aufrecht. Dabei erreicht er eine Größe von 2-3 Metern. Es bilden sich keine Ausläufer. Es handelt sich um einen horstigen Wuchs, wodurch sich mit der Zeit Kronen und hängende Halme bilden. Für die Erstbepflanzung sollte man möglichst das späte Frühjahr wählen und den Bambus pflanzen. Für die richtige Aussetzung sollte ein Loch gegraben werden in der doppelten Größe des Wurzelballens. Sitzt die Wurzel in der Erde, so sollte man sie mit Kompost, Stroh oder Rindenmulch bedecken. Dadurch kann die Feuchtigkeit im Boden gehalten werden.

    Bambus richtig pflegen und richtig düngen

    Bei der Pflege ist es wichtig, dass der Boden immer schön feucht bleibt. Es gilt also, den Boden regelmäßig zu wässern und für eine durchdringende Feuchte zu sorgen. Falllaub sollte im Übrigen nicht entfernt werden, da es als natürlicher Dünger fungiert. Zweimal jährlich, im Frühling und im Herbst, sollte halb verrotteter Stallmist ausgebraucht werden. Zudem kann man den Bambus zusätzlich mit Schachtelhalmjauche düngen. Insgesamt hat der Gartenbambus einen hohen Bedarf an Kalium und Stickstoff. Im Gartencenter ist spezieller Bambusdünger erhältlich. Dieser kann wahlweise in flüssiger Form oder als Granulat angewendet werden. Auch Rasen-Langzeitdünger ist eine Alternative. Eine natürliche Art zu düngen ist zudem eine Mischung aus Brennnesselbrühe oder Beinwell. Auch Hornmehl oder Hornspähne haben einen hohen Nährstoffgehalt und eignen sich sehr gut als Bambusdünger. Trotz des hohen Nährstoffbedarfs ist es wichtig, eine Überdüngung zu vermeiden. Dies würde dazu führen, dass die Blätter der Pflanze verbrennen und strohig werden. Die beste Düngezeit liegt im Übrigen zwischen April und August. Besonders bei der Haltung im Topf weist der Bambus Fargesia Rufa im Übrigen einen erhöhten Nährstoffbedarf auf.

    Krankheiten oder Schädlinge

    Grundsätzlich ist der Gartenbambus nicht sehr anfällig für Krankheiten oder Schädlinge. Sollte es trotzdem zu Problemen kommen, liegt dies meist an einer fehlerhaften Pflege. Eine Gefahr für die Pflanze ist Staunässe. Sobald die Blätter abfallen, kann es im Bereich des Wurzelwerkes schnell zu einer Staunässe kommen. Sollte dies der Fall sein, sollte der Bambus umgepflanzt werden. Zudem ist es sinnvoll, eine Drainage anzulegen. Zeiten großer Hitze und Trockenheit bedeuten für den Bambus Stress. Eine zu große Trockenheit erkennt man daran, dass sich die Blätter zusammenrollen. In diesem Fall sollte man zügig wässern, damit der Bambus sich nicht seiner Blätter entledigt. Möglich ist zudem ein Schildlausbefall. Dieser kann eintreten, wenn der Bambus Fargesia Rufa in einer Hecke wächst und diese sehr dicht ist. In diesem Fall sollte man einen Auslichtungsschnitt durchführen. Befallene Teile der Pflanze müssen entfernt werden. Anschließend hilft es, den Gartenbambus mit einer Kernseifenlösung einzusprühen. Dieser Vorgang kann gegebenenfalls wiederholt werden.